Georges Noël (1924-2010)

Georges Noël war ein französischer Maler und Bildhauer. In den 1950er Jahren, als in Paris die Malerei des Informel tonangebend war, begann der junge Noël seine Karriere als Maler. Ende der 1950er Jahre wurde er vom italienischen Kunsthändler Paul Facchetti entdeckt, der zu diesem Zeitpunkt unter anderen Maler wie Jean Dubuffet, Paul Klee oder eine Reihe der amerikanischen abstrakten Expressionisten vertrat. Er richtete dem Maler 1960 die erste grosse Einzelausstellung in seiner Pariser Galerie ein. Nach einer intensiven, der informellen Abstraktion gewidmeten Phase, verändert sich Noëls Stil gegen Ende der 1960er Jahre, beinahe zeitgleich mit seinem Umzug von Paris nach Amerika. Die 1970er Jahre verbrachte er im New Yorker Soho und entwickelte eine neue Facette seines Werkes und fierte als Künstler der Pace Gallery auch kommerzielle Erfolge. Anfang der 1980er Jahre erfolgte sein erneuter Umzug zurück nach Paris und wiederum eine Veränderung in seiner Malerei. Er besann sich zurück auf seine Anfänge und vermengte diesen Rückgriff auf frühere Werkphasen mit seinen Erfahrungen in den USA. In Paris erwarb er ein Atelier und arbeitete weiterhin Konsequenz und unermüdlich an seiner Malerei.

In enger Zusammenarbeit mit dem Nachlass widmet die Galerie Mueller Georges Noël im Sommer 2019 eine erste grosse Basler Einzelausstellung. Werke aus verschiedenen Phasen sind in der Galerie ausgestellt und weiterhin erhältlich.

 

Margrit linck (1897-1983)

Margrit Linck war eine der bedeutendsten Bildhauerinnen der Schweiz. Die gebürtige Bernerin absolvierte eine Ausbildung als Töpferin in Wichtracht und besuchte später in Bern und München Kunstgewerbe- und Keramikschulen. Dreissigjährig heiratete sie den Bildhauer Walter Linck und wohnt abwechselnd in der Schweiz, Berlin und Paris. Sie pflegt regen Kontakt zu und Austausch mit anderen Schweizer und europäischen Kunstschaffenden in den Metropolen und kreiert seit den 1930er Jahren Töpferarbeiten nach Alt-Heimberger Tradition. Erst nach dem Umzug nach Zollikofen und dem Einrichten einer eigenen Töpferwerkstatt und einem Atelier beginnt sie Linck mit der Bildhauerei. Ihr Material ist der Ton und die Farbe, die sie beinahe auf jedem ihrer Einzelstücke aufträgt. Sie nimmt an nationalen und internationalen Gruppenausstellungen teil, stellt mit anderen wichtigen Keramikkünstlern wie Joan Miro zusammen aus. Ihr Werk findet bis in die USA Verbreitung und erfährt auch dort eine grosse Wertschätzung. Sie arbeitet konsequent und zweigleisig einerseits an ihrem künstlerischen Oeuvre und gleichzeitig auch an ihrer seriellen und äusserst erfolgreichen Gebrauchskeramik.

In enger Zusammenarbeit mit dem Nachlass organisierte die Galerie Mueller im Frühling 2019 eine Gruppenausstellung mit Objekten aus allen Werkphasen Margrit Lincks, die auch weiterhin über die Galerie Mueller erhältlich sind.

 

hedi mertens (1893-1982)

Hedi Mertens war eine Schweizer Malerin die zwischen 1960 und 1982 eine Reihe unverwechselbarer konkret abstrakter Bilder schuf. Die gebürtige Ostschweizerin erhielt ihre künstlerische Ausbildung in Zürich an der Stadlerschule und in München an der Debschitzschule in den 1910er Jahren. Von ihrem figurativen Frühwerk haben sich nur ganz wenige einzelne Bilder erhalten. Auch verzichtete sie zu Gunsten ihrer Familie während beinahe 30 Jahren auf die künstlerische Arbeit. Erst nach ihrem Umzug von Zürich ins Tessin in den 1950er Jahren und einer neu gefundenen Freiheit, fasste sie den Entschluss sich vollumfänglich der Malerei zu widmen. Das Quadrat in unterschiedlicher Variation stand im Zentrum ihrer Arbeit. Basierend auf der simplen geometrischen Form, schuf sie einen eigenen Kosmos aus bestechenden Farben und überraschenden und stringenten Kompositionen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Nachlass zeigte die Galerie Mueller im Frühling 2019 das Werk dieser bedeutenden konkreten Malerin erstmals umfänglich in einer Gruppenausstellung in Basel. Ihre Werke sind in der Galerie Mueller erhältlich.